Wie läuft ein Releaseupgrade im Regelfall ab?
Um den laufenden Betrieb der Applikation nicht zu gefährden, ist für das Upgrade von SIS-Produkten die Einrichtung einer Testumgebung erforderlich.

1.) Installationsphase
Der Testumgebung, auf dem das neue Release installiert wird, wird durch den Kunden bereitgestellt. Die aktuellen Anforderungen an die Systemumgebung sind hier abrufbar: Systemvoraussetzungen
Bei den durchzuführenden Installations- und Konfigurationstätigkeiten des neuen Releases wird SIS durch eine:n Mitarbeiter:in des Kunden, der die hierfür erforderlichen Berechtigungen und Kompetenzen hat, unterstützt.
2.) Testphase
Sobald die neue Releaseversion installiert und konfiguriert wurde, steht diese dem Kunden zum Testen zur Verfügung.
Es sollten sämtliche Punkte der täglichen (Buchungen, Abwesenheitsanträge, Workflows etc.) und der monatlichen Arbeiten (Abrechnung, Lohnübergabe etc.) geprüft werden. Eine Testprotokoll-Vorlage (Excel-Format) ist hier aufrufbar: Muster Testprotokoll
3.) Produktive Umstellung
Nach erfolgreichem Test und Freigabe durch den Kunden erfolgt das Upgrade im Echtbereich zu einem gemeinsam zu vereinbarenden Stichtag.
Die produktive Umstellung soll unmittelbar nach einer Lohnübergabe erfolgen. Sollten Probleme zum Vorschein treten, die trotz Tests nicht erkannt wurden, hat man so noch bis zur nächsten Abrechnung Zeit diese zu beseitigen.
Im Zeitraum während der Umstellung kann mit dem System nicht gearbeitet werden. Physische Terminals puffern die getätigten Buchungen. Nach erfolgter Umstellung werden diese Buchungen in das neue System importiert.
Im Zuge des Upgrades im Echtsystem, werden die Bewegungsdaten der laufenden Softwareversion mit den Parametrisierungsdaten des neuen Releases zusammengeführt.
Es gibt zwei Möglichkeiten für die Inbetriebnahme:
- Testserver wird zum neuen Produktionssystem (siehe obige Grafik): Bewegungsdaten müssen vom laufenden Produktionssystem auf den Testserver (= Produktivssystem „neu“) übernommen werden.
- Produktionssystem bleibt produktiv: Software und Parametrierungsänderungen müssen vom Testserver auf das Produktionssystem übernommen werden.
4.) Cleanup
Nach Ablauf mindestens einer Abrechnungsperiode wird der alte Produktionsserver nicht mehr benötigt und kann gelöscht werden.
Zusammenfassung
| Schritt | Beschreibung | Zuständigkeit |
|---|---|---|
| 1 | INSTALLATIONSPHASE |
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| 1.1 | Bereitstellung der Testumgebung, insbesondere eines Testservers für die Applikation.
Der Testserver muss folgende Voraussetzungen erfüllen:
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Kunde |
| 1.2 | Installation, Konfiguration der aktuellen Software: SIS dupliziert die produktive Softwareanwendung auf dem Testserver und führt den Updateprozess aus.
|
SIS |
| 2 | TESTPHASE |
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| 2.1 | Anwendungstest
|
Kunde |
| 2.2 | Terminaltest (sofern physische Terminals vorhanden).
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SIS/Kunde |
| 3 | PRODUKTIVE UMSTELLUNG |
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| 3.1 | Upgrade in der Produktivumgebung
Nach erfolgreichen Tests erfolgt das Upgrade im Produktivsystem zu einem gemeinsam vereinbarten Termin. Der Termin sollte idealerweise unmittelbar nach einer Lohnübergabe erfolgen. Hinweis: Für die Dauer des Produktivsystemupgrades wird die Anwendung nicht zur Verfügung stehen. Alternative: Testsystem wird zum neuen Produktivsystem Übernahme der Produktivdaten zu einem definierten Zeitpunkt in das Testsystem. |
SIS |
| 4 | CLEANUP |
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| 4.1 | Stilllegung/Löschung altes Produktionssystem oder des Testservers nach Ablauf mindestens einer Abrechnungsperiode. | Kunde |
Gilt es bei einem Releaseupgrade lizenzrechtlich etwas zu beachten?
Die in der SIS-Personalmanagementsoftware eingebettete Oracle-Datenbank kann für eine Dauer von 30 Tagen zu Evaluierungszwecken in einer Testumgebung eingesetzt werden. Wenn die Testumgebung länger als 30 Tage betrieben werden soll, muss eine weitere Oracle-Lizenz erworben und eine entsprechende Zusatzgebühr entrichtet werden.
Wenn die Oracle Datenbank durch den Kunden beigestellt wird, ist dieser auch für die korrekte Lizensierung des Testsystems verantwortlich.
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